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Für die Einpersonenunternehmen der UBIT Wien

Richtig argumentieren

Wenn wir unser eigenes Verhalten in Konfliktsituationen einmal mit etwas Abstand betrachten, fällt uns auf, wie schnell wir aus Wut oder weil wir uns gekränkt, missverstanden, kritisiert und herabgesetzt fühlen, zum Beispiel so reagieren:

  • Schuld zuweisen - "Du machst das absichtlich"
  • Verleugnen - "Das habe ich nie gesagt"
  • Rechtfertigen - "Ich habe es doch nur gut damit gemeint"
  • Verallgemeinern - "Du hörst mir nie zu!"
  • Befehlen - "Halten Sie endlich den Mund"
  • Gute Ratschläge austeilen - "Wenn du früher losgehen würdest, kämst du nicht zu spät
  • Sarkastisch - "Sie sind wirklich der große Experte im Erziehen, was?"
  • Killerphrasen verwenden - "Über diesen Unsinn diskutiere ich mit Ihnen nicht"
  • Nonverbal handeln: Türen zu knallen, Schmollen etc.

Diese destruktiven, d.h. einer Konfliktregelung nicht förderlichen Beiträge erhöhen bei den KooperationspartnerInnen fast zwangsläufig Abwehr und Widerstand. Der Konflikt eskaliert. In der Erregung kann allen von uns einmal eine solche Bemerkung passieren.

Für eine positive Konfliktbewältigung sollten Sie sie jedoch bewusst vermeiden. Zur Deeskalation tragen folgende Punkte bei:

Deeskalationsstrategien

  • Statt Druckausübung ist es besser versuchen zu überzeugen.
  • Statt persönlichem Angriff ist es besser die Sache in den Mittelpunkt zu stellen.
  • Statt zu versuchen, selbst zu gewinnen und den anderen zu vernichten ist es besser gemeinsam Wege zur Problemlösung zu suchen.
  • Statt früher Urteilsbildung ist es besser Offenheit für Argumente zu zeigen.
  • Statt Festlegung auf Positionen ist es besser Interesse für andere Sichtweisen zu zeigen.
  • Statt Entweder-Oder-Strategien ist es besser eine breite Palette von Möglichkeiten zu haben.
  • Statt den Willen des Gegenübers zu brechen ist es besser mit Sachargumenten zu überzeugen.
  • Statt keine Rückzugsmöglichkeiten für den Anderen zu lassen ist es besser Gesichtverluste zu vermeiden und dem Anderen entgegenzukommen.

Quelle: Böhm, Reinhard (2007): Konfliktmanagement. SK 4. VÖGB

Bevor es zu spät ist

Weil richtig argumentieren manchmal schwerer ist als gedacht, macht es durchaus Sinn, externe Hilfe beizuziehen. Mit Hilfe von professionellen BegleiterInnen, sogenannten MediatorInnen lassen sich Konflikte besser regeln.

MediatorInnen werten und urteilen nicht. Sie treffen keine Entscheidungen. MediatorInnen sind für den Prozess der Mediation verantwortlich und sorgen dafür, dass die begonnenen Gespräche in Gang bleiben. Lösungen werden von den Streitparteien selbst - unter Anleitung der MediatorInnen - erarbeitet.

Weitere Informationen gibt es beim Österreichischen Bundesverband für Mediation.